Donnerstag, 26. Januar 2012

Weg.

Liebe Leser,

in dieser Woche bleibe ich euch alle weiteren Posts schuldig.

Das muss auch mal sein und ist gar nicht schlimm. Lest ein Buch, geht ins Kino und seht euch Ziemlich beste Freunde an, hört The Pierces oder Lamb oder PJ Harvey und genießt das Wetter und das Leben.

Etwas kommt immer zu uns zurück, irgendetwas bleibt uns immer.

Das Leben ist eine Herausforderung, die Nerven ähneln Zahnseide – und doch ist Zahnseide resistenter, als man annehmen würde, und die Herausforderung kann seltsame, freudvolle Blüten tragen.

Und das hat mich diese Woche zum Lächeln gebracht.

Alles von Kati

PS: Ist es nicht großartig, dass der Titel dieses Posts sowohl „weg“ als auch „Weg“ bedeuten kann?

Montag, 23. Januar 2012

Reise zu sich selbst.

(Boah, was für ein elaborierter Titel ... Dazu mache ich irgendwann noch mehr!)

Warmth.



You say you need to travel far away, to make you think of something else.
Well, I think you'd find out if you'd dared to stay
That far away is a place inside yourself.


Im Grunde würde ich immerzu gerne reisen, wegfahren, mich irgendwo anders aufhalten.
Dabei geht es mir gar nicht so sehr ums Reisen selber; vielmehr sehne ich mich danach, nicht dort zu sein, wo ich bin.

Ich glaube, dass ein stilles Haus im Wald mir hilft, mich selbst zu finden (Thoreau hat es geholfen …), dass eine Reise nach Island meine Sehnsucht nach Weite stillt, dass eine Weltumsegelung mich der Einsamkeit näherbringt und uns versöhnt und dass ein Aufenthalt in der Südsee meine Sorgen und Ängste beruhigt.

Doch das alles ist ein Trugschluss.
Mich selbst finde ich nur in mir selbst – nicht in einer Hütte im Wald.
Meine Sehnsucht nach Weite stillt auch ein Spaziergang am Meer – und das liegt ganz in meiner Nähe.
Einsamkeit ist ein Konzept, das ich in meinem Alltag nicht kenne – warum sollte ich ihr überhaupt näherkommen wollen?
Meine Sorgen und Ängste drehen sich um mein Augenlicht und eine Zukunft, in der Medikamente, Arztbesuche und Unsicherheiten eine große Rolle spielen – das werde ich auch in der Südsee kaum ablegen.

Wichtig ist nicht, was passiert, sondern wie man damit umgeht.
Wichtig ist nicht, wo man ist, sondern was man aus der Umgebung macht.

Und weil mir kein passendes Schlusswort für diesen Post einfällt, frage ich einfach mal nach, wie es bei euch so aussieht.
Glaubt ihr, nur eine weite Reise kann euch zum Ziel bringen?
Ist abschalten im Alltag möglich und wenn ja, wie?
Wo genau findet man sich selbst?

Habt eine schöne, genussreiche Woche!

, Kati

Donnerstag, 19. Januar 2012

Things I love Thursday.

Heute wird dieser Blog fünf Jahre alt!

In diesen fünf Jahren habe ich oft gezweifelt, ob es richtig ist, in der Öffentlichkeit privat zu werden. Doch jetzt denke ich: Ja, es ist richtig.
Natürlich gibt es Dinge, die ich lieber nicht öffentlich mache. Aber auf der anderen Seite glaube ich, dass es vielleicht gut ist, anderen von seinem Leben zu erzählen, um etwas in ihren Leben anzustoßen. Und damit könnte ich sogar noch weiter gehen.

Ich denke darüber nach. Im Grund ist ja alles so vergänglich – auch meine Worte und Erlebnisse. Und trotzdem: Solange es Spaß macht und ich vielleicht den einen oder anderen inspirieren kann, lohnt es sich allemal.

Und hier kommt Things I love Thursday!

Das hat mich in dieser Woche zum Lächeln gebracht!

Anne wieder sehen …
… und mit ihr in die Matinee von Ziemlich beste Freunde gehen!
Ziemlich beste Freunde! Allerdings hat der mich eher zum Lachen gebracht!
Feste Umarmungen von Kolleginnnen, die es gut mit mir meinen!
Überhaupt feste Umarmungen!
Lachen bei der Arbeit!
TKKG-Folgen im Auto hören!
Am Kamin sinnieren!
Beim Schwiegervater leckeres Finger Food serviert bekommen!
Sushi All you can eat!
Eine halbe Stunde länger schlafen. Ich sage euch: Schlaf regiert!
Immer wieder Hoffnung und Optimismus bemühen. Es ist die letzte Bastion!
Darjeeling mit Honig und Milch!
Morgens im Auto laut mitsingen!
Mein Mann – ich kann gar nicht beschreiben, was er alles für mich macht!
Anrufe von alten Freundinnen mit Versprechen auf Wiedersehen!
Jeden Morgen mindestens fünf Dinge aufschreiben, für die ich dankbar bin!
Freie Montage!
Vorfreude auf Sportkurse!
Urlaub einreichen für einen Geburtstags-Kurztrip!
Mal wieder shoppen gehen!
Pizza im Va Piano!
Liebe Nachrichten von Freundinnen!
Mehr Spontanität!
Mein kleines Rennauto!
Philadelphia mit Feta und Gurke – sooo lecker!
Die wunderschöne Morgenröte, die ich aus meinem Bürofenster gesehen habe!
Point-Whitmark-Folgen!

Ich hoffe, ihr hattet bis hierhin eine schöne Woche!

, Kati

Mittwoch, 18. Januar 2012

Abschied nehmen.

Von manchen Dingen muss man Abschied nehmen …

Diesen Becher bekam ich zum Geburtstag von einer Kollegin geschenkt.

The good mug...

Das sind meine höchstpersönlichen Korrekturen, die sie auf den Becher hat drucken lassen. Drei Jahre lang habe ich aus dem Becher getrunken, habe ihn immer sorgfältig zu Hause abgewaschen und jeden Dienstag wieder mit zur Arbeit getragen.

Bis der fiese Kochtopfdeckel auf ihn fiel.

Jetzt kann ich keinen Tee mehr daraus trinken, es sei denn, es ist ein Pfützchen am Boden und ich vermeide es, beim Trinken auf die Korrekturen vor mir zu starren.

... and the bad mug.

Ich werde Abschied nehmen müssen. Manche Dinge sind vergänglich und begleiten einen nur für einen Abschnitt auf dem langen Weg. Das ist jetzt metaphysisch gemeint und nicht unbedingt nur auf meinen Becher beschränkt.
Aber traurig ist es allemal …

Dienstag, 17. Januar 2012

Kino-Tipp: Ziemlich beste Freunde.



Ich weigere mich, eine elaborierte Filmkritik über diesen Film zu schreiben!
Er ist einfach großartig!!!!

Darum sage ich nur eins:

Geht hin und seht euch diesen wundervollen Film an!
Er macht gute Laune, er verschönert den Tag, er hebt die Stimmung und er berührt einfach auf allen Ebenen!!!

Viel, viel Spaß mit Ziemlich beste Freunde!

Montag, 16. Januar 2012

Das Mädchen von gegenüber.

Lange Leser erinnern sich sicher noch an das Mädchen von gegenüber, das immer ihren Fuß ans Fenster drückte.
Nun, dieses Mädchen ist mittlerweile zur jungen Frau geworden und drückt ihren Fuß nicht mehr an der Fensterscheibe platt. Auch immer noch nicht ihr Gesicht. Sie geht raus. Sie hat Besuch von Jungs.
Ich bin kein Spanner, aber ich nehme Dinge wahr, wenn ich aus meinem Fenster schaue.
Alles ändert sich. Die Zeit schreitet voran und entfaltet sich, Kinder werden erwachsen, reif und mutig, sie lernen und wachsen an den Herausforderungen des Lebens.
Doch manches ändert sich auch nicht.
Meine Nachbarin leuchtet noch immer mit ihrem weißen Haar zu meinem Fenster herauf. Sie streitet noch immer leise mit ihrer Schwester.
Über mir werden immer noch Möbel gerückt.
Und das Mädchen von gegenüber verbringt ihre stillen Momente noch immer – auch wenn sie dabei nicht mehr den Fuß ans Fenster drückt.

Und das gibt ein Gefühl von Geborgenheit!

Samstag, 14. Januar 2012

Wochenrückblick.

Die Wochen ziehen ins Land. Das Jahr steht nicht mehr am totalen Anfang. Aber in mir drin steht die Zeit noch immer still.
Gerade in der letzten Woche fiel es mir schwer, zu akzeptieren, dass ich immer noch nicht wieder richtig sehe und es vielleicht nie wieder tun werde.
Ich bin auf der Suche nach dem Guten. Jeden Tag. Jeden Tag versuche ich, für die Dinge dankbar zu sein, die ich habe, statt mich über die Dinge zu grämen, die doof sind, wenn sie überhaupt sind. Aber das ist eine große Aufgabe für mich und ich bin schon mehr als einmal beinahe daran gescheitert.
Oprah Winfrey hat einmal gesagt: Wenn du nicht scheiterst, versuchst du es nicht hart genug!
Obwohl ich noch nicht davon überzeugt bin, dass Oprah Winfrey die neue Philosophie-Göttin ist, gibt es doch eine Wahrheit in dieser Aussage: Je doller man etwas versucht, desto leichter scheitert man, weil die Ansprüche immens hoch sind.
Inwieweit das jetzt für mich von Vorteil sein soll, kann ich hier und jetzt noch nicht sagen.
Aber ich gebe nicht auf, da bin ich wie ein Terrier. Und wenn jemand mal an mich denkt, während er das linke Auge zukneift, weil dann der betrachtete Text einfach deutlicher wird, dann kann er sich – einfach so aus Nächstenliebe – wünschen, dass Kati bald wieder richtig sehen kann. Darüber würde ich mich jedenfalls wahnsinnig freuen!

Habt ein schönes Wochenende und bis nächste Woche!

, Kati

[Gesehen] Den Vollmond

[Gehört] The Pierces – You & I

[Gegessen] Sushi

[Getrunken] Sweet Chili Tee

[Gefeiert] Freitagabend – und ein freies Wochenende vor mir

[Gedacht] Ich muss auf meine Bedürfnisse achten!
[Getan] Mich in Entspannung geübt (was mir sehr schwerfällt)

[Gewünscht]
 Dass ich endlich wieder komplett sehen kann
[Gelesen] Gretchen Rubin – The Happiness Project
[Geplant] Eine ausschweifende Shopping-Tour

[Gefreut] Aufs Wochenende

[Geärgert] Über mich selbst in erster Linie

[Getroffen] 


Den Tonmann; den Gitarristen