Lange Leser erinnern sich sicher noch an das Mädchen von gegenüber, das immer ihren Fuß ans Fenster drückte.
Nun, dieses Mädchen ist mittlerweile zur jungen Frau geworden und drückt ihren Fuß nicht mehr an der Fensterscheibe platt. Auch immer noch nicht ihr Gesicht. Sie geht raus. Sie hat Besuch von Jungs.
Ich bin kein Spanner, aber ich nehme Dinge wahr, wenn ich aus meinem Fenster schaue.
Alles ändert sich. Die Zeit schreitet voran und entfaltet sich, Kinder werden erwachsen, reif und mutig, sie lernen und wachsen an den Herausforderungen des Lebens.
Doch manches ändert sich auch nicht.
Meine Nachbarin leuchtet noch immer mit ihrem weißen Haar zu meinem Fenster herauf. Sie streitet noch immer leise mit ihrer Schwester.
Über mir werden immer noch Möbel gerückt.
Und das Mädchen von gegenüber verbringt ihre stillen Momente noch immer – auch wenn sie dabei nicht mehr den Fuß ans Fenster drückt.
Und das gibt ein Gefühl von Geborgenheit!
0 gute Idee(n):
Kommentar veröffentlichen